Über die Inhaftierung von Rosa Luxemburg

Juni 25, 2009 von stahlgewitter

Eine Rede von Karl Liebknecht vor dem Preußischen Landtag
am 9. März 1915

„Meine Herren, vor wenigen Tagen haben Sie mir in Fortsetzung einer alten Gepflogenheit dieses Hauses, das sich also auch in dieser Beziehung treu geblieben ist, das Wort abgeschnitten; heute werden Sie es sich doch gefallen lassen müssen, daß ich Ihnen dasjenige sage, was ich für angemessen halte. Meine Parteifreundin Rosa Luxemburg ist, wie Ihnen bekannt, im vorigen Jahre wegen angeblicher an die Soldaten gerichteter Aufforderung zum Ungehorsam zu der ungeheuerlichen Strafe von 1 Jahr Gefängnis verurteilt worden (Abgeordneter Ströbel: Hört! hört!); das Urteil wurde vor einigen Monaten vom Reichsgericht bestätigt. Im Januar dieses Jahres erhielt sie wegen Krankheit einen Strafaufschub bis zum 31. März. Sie hatte mehrere Wochen im Schöneberger Krankenhaus zugebracht und war von dort ungeheilt mit der Aufgabe zur Innehaltung einer bestimmten Kur entlassen worden. Am 18. Februar wurde sie plötzlich in ihrer Südender Wohnung von zwei Berliner Kriminalbeamten festgenommen, im Automobil nach dem Berliner Polizeipräsidium gebracht, und zwar nach Abteilung 7, d. h. der politischen Polizei, nicht der Kriminalpolizei. Von dort wurde sie trotz Intervention ihres Anwalts im Grünen Wagen gemeinsam mit gemeinen Verbrechern nach dem Weibergefängnis in der Barnimstraße transportiert, und zwar zur Vollstreckung ihrer einjährigen Gefängnisstrafe.“ Weiter…

Fotos der Schlacht von Cambrai 1917

Juni 24, 2009 von stahlgewitter

Nach einer Pause von einigen Monaten gibt es auf auf Stahlgewitter.com wieder einige neue Seiten.

Unter http://fotos.stahlgewitter.com/1917/westfront/cambrai/ finden Sie jetzt Fotos aus der Schlacht von Cambrai (20. November 1917 – 7. Dezember 1917), in der die britischen Streitkräfte unter starkem Panzereinsatz die deutsche Siegfriedstellung an der Westfront zu durchbrechen versuchten.

Deutsche Soldaten in Georgien im 1. Weltkrieg

August 9, 2008 von stahlgewitter

Deutsche Truppen im Vormarsch auf Tiflis 1918
Deutsche Truppen im Vormarsch auf Tiflis 1918


Deutscher Nachschub in Georgien


Der Chef der deutschen Militärmission in Tiflis

Mehr über Georgien im 1. Welkrieg (Wikipedia)

Bilder des Todes: Eine Hinrichtung in Frankreich

Juli 31, 2008 von stahlgewitter

Hingerichteter französischer Soldat
Nach der vollzogenen Hinrichtung eines französischen Soldaten.
Er soll versucht haben den Deutschen Positionen der französischen Artillerie bei Reims zu signalisieren.

Weiter Fotos von Hinrichtungen im 1. Weltkrieg:
www.ostfront.net

Russische Soldatinnen 1917

Juli 31, 2008 von stahlgewitter

Die „Bataillone des Todes“

Russische Soldatinnen im 1. Weltkrieg  

  

  

  

  

Mehr zu diesen Einheiten:
Women’s Battalion (Wikipedia)

Die deutschen Truppen als Schänder des Kreuzes

Juli 27, 2008 von stahlgewitter

Alliierte Kriegspropaganda
(Zum Vergrößern auf das Bild klicken)

Ein Beispiel von absurder alliierter Kriegspropaganda
Diese Darstellung veröffentlichte eine britische Illustrierte im Jahre 1918. Sie sollte beweisen wie gotteslästerlich sich die deutschen Truppen benehmen würden. Kein allierter Soldat sei in der Lage (!) auf den Beobachtungsposten zu schießen, da sich ja dort ein Kruzifix befinde und in diesem Wissen hätten die Deutschen ihn dort auch angebracht.
Vielleicht hat sich aber auch ein damaliger Leser gefragt, warum diese entsetztliche Gotteslästerung der Hunnen/Boches nicht fotographiert, sondern nur gezeichnet wurde…

Die originale Bildunterschrift:

It would be hard to find a more striking example of the irreverence ingrained in the German character that so shocks all the rest of Christendom than this abuse of a wayside Calvary. The soldiery of all the Allies treated these shrines with deep respect, and not one of them could be induced to fire deliberately at the figure that presents all the ideals for which they were fighting.
Knowing this, the Germans selected this Calvary as the safest imaginable spot whence an observer could direct the fire of their artillery sacrilegiously seeking shelter behind the outstretched arm of the Christ whom they crucified anew every day.

Weitere Beispiele alliierter Kriegspropaganda im 1. Weltkrieg

Bilder des Todes

Juli 25, 2008 von stahlgewitter

An der Westfront gefallener deutscher Soldat
Ein kanadischer Soldat betrachtet die Waffe eines bei Nachhutgefechten gefallenen Deutschen

Invaliden

Juli 21, 2008 von stahlgewitter

Amerikanische Kriegsversehrte des 1. Weltkriegs
Amerikanische Kriegsversehrte des 1. Weltkriegs

Bilder des Todes

Juli 13, 2008 von stahlgewitter

Gefallener deutscher Soldat
Ein gefallener deutscher MG-Schütze hinter seiner Waffe.
(Frankreich 1918)

Mit Dollars gegen die Hunnen

Juli 13, 2008 von stahlgewitter

Amerikanische Werbung für Kriegsanleihen während
des 1. Weltkrieges.


„Schlag den Hunnen zurück mit Liberty Bonds“


„Haltet sie fern aus den USA“


„Stoppt den Hunnen!“


„Hunne oder Heim?“


„Denk an Belgien“

Amerikanische Kriegspropaganda 1. Weltkrieg
Gestellte amerikanische Aufnahme eines sadistische deutschen Soldaten. Sie sollte für die Kriegsanleihen werben.

Der Kronstädter Matrosenaufstand 1921

Juli 13, 2008 von stahlgewitter

DIE KRONSTADT  REBELLION
VON  ALEXANDER BERKMAN

Mit einer geographischen Karte von Kronstadt und der Abbildung einer Seite der Kronstädter „Izvestia.“

(Berlin 1923)

„I. Arbeiterunruhen in Petrograd
Es war im Beginn von 1921. Lange Jahre Krieg, Revolution und innere Kämpfe hatten Rußland bis zur Erschöpfung zur Ader gelassen und sein Volk an den Rand der Verzweiflung gebracht. Endlich aber war der Bürgerkrieg zu Ende: die zahlreichen Fronten waren aufgelöst und Wrangel – die letzte Hoffnung der Intervention der Entente und der russischen Gegenrevolution – war besiegt und seine militärische Tätigkeit auf russischem Grund und Boden zum Ende gebracht. Das Volk sah nun vertrauensvoll einer Milderung des strengen bolschewistischen Regiments entgegen. Man erwartete, daß nach Beendigung des Bürgerkrieges die Kommunisten die Lasten erleichtern, Einschränkungen aus der Kriegszeit abschaffen, einige grundlegende Freiheiten einführen und mit der Organisation eines normaleren Lebens einen Anfang machen würden. Die bolschewistische Regierung war zwar weit entfernt davon populär zu sein, hatte aber die Unterstützung der Arbeiter in ihrem oft angekündigten Plan der Aufnahme des ökonomischen Wiederaufbaus des Landes, sobald nur die militärischen Operationen aufgehört hätten. Das Volk war begierig, mitzuarbeiten, seine Initiative und schöpferischen Bemühungen dem Aufbau des ruinierten Landes zu widmen.
Unglücklicherweise waren diese Erwartungen dazu verurteilt, enttäuscht zu werden. Der kommunistische Staat zeigte keine Absicht, das Joch zu lockern. Die alte Politik wurde fortgesetzt, die Arbeitsmilitarisierung versklavte das Volk immer weiter, erbitterte es durch neue Unterdrückung und Tyrannisierung und lähmte daher jede Möglichkeit einer Wiederbelebung der Industrie. Die letzte Hoffnung des Proletariats ging unter: die Überzeugung wuchs, daß die kommunistische Partei ein größeres Interesse daran hatte, die politische Macht in ihrem Besitz zu behalten, als die Revolution zu retten.
Die revolutionärsten Elemente Rußlands, die Arbeiter von Petrograd, erhoben zuerst ihre Stimme. Sie erhoben den Vorwurf, daß von anderen Ursachen abgesehen, die bolschewistische Zentralisation, Bürokratie und das autokratische Verhalten gegen die Bauern und Arbeiter direkt für einen großen Teil des Elends und Leidens des Volkes verantwortlich wären. Viele Werke und Fabriken von Petrograd waren geschlossen worden und die Arbeiter litten buchstäblich Hunger. Ihre zur Erwägung der Lage einberufenen Versammlungen wurden von der Regierung unterdrückt. Das Proletariat von Petrograd, das in der ersten Linie der revolutionären Kämpfe gestanden, und dessen große Opfer und Heroismus allein die Stadt vor Judenitsch gerettet hatten, empfand Unwille gegen dieses Vorgehen der Regierung. Die Mißstimmung gegen die von den Bolschewiki befolgten Methoden wuchs beständig…“

Download
(2.5 MB, PDF, 31 Seiten, Deutsch)


Über den Autor des Buches (Wikipedia)

Rückzugsstraßen

Juni 15, 2008 von stahlgewitter

Italienische Rückzugsstraße zwischen Isonzo und Piave
Erbeutete Geschütze an der italienische Rückzugsstraße zwischen Isonzo und Piave (1917)

Bei Reims 1918
Die Wirkung deutschen Schrapnellfeuers (Höhe 186 bei Reims) 1918


Gefallene Engländer (1918)

„Der Weltkrieg“ von Karl Helfferich (1919)

Juni 11, 2008 von stahlgewitter

Karl Helfferich
Karl Helfferich
(1872-1924)
Direktoriumsmitglied der Deutschen Bank und im 1. Weltkrieg Finanz- und Innenstaatssekretär, sowie Vizekanzler des Deutschen Reiches. Nach Kriegsende Politiker der Deutschnationalen Volkspartei.

Karl Theodor Helfferich
Der Weltkrieg
(1919)
Band 1 – Download (10 MB, PDF, Deutsch)
Band 2 – Download (18 MB, PDF, Deutsch)
Band 3 – Download (30 MB, PDF, Deutsch)

Vorwort zu Band 1
„Ich vermesse mich nicht, die Geschichte des Weltkrieges zu schreiben. Das mag ruhigeren Zeiten vorbehalten bleiben, in denen die Menschheit einigermaßen Distanz zu den Ereignissen des Weltkrieges gewonnen hat. Wohl aber glaube ich, heute schon einiges — und nicht ganz Unwichtiges — zur Geschichte des Weltkrieges sagen zu können und sagen zu müssen.
Mein persönliches Schicksal hat mich so geführt, daß ich seit einer Reihe von Jahren an den Entwicklungen, die dem Kriege vorausgingen, die den Knoten schürzten und ihn zeitweise wieder zu entwirren schienen, daß ich schließlich an den Ereignissen des Krieges selbst mittelbar oder unmittelbar, Einblick nehmend oder handelnd, beteiligt war.
Die Welt dürstet nach Aufklärung; sie will wissen, wie es hat so kommen können und ob es hat so kommen müssen. Ihr Urteil über Personen, Einrichtungen, Vorgänge hängt von dieser Aufklärung ab; und ihr Urteil wird, da alles noch im Flusse des Werdens ist, das Schicksal der Völker und Völkergemeinschaften gestalten helfen.
Ich glaube mich, soweit ich es vermag, in den Dienst dieses Bedürfnisses nach Aufklärung stellen zu sollen.
Meine Absicht geht dabei auf mehr als auf eine Bereicherung der Memoirenliteratur. Sie geht darauf, die Fülle der Ereignisse in ihrem großen Zusammenhang zu erfassen und sie so zur Darstellung zu bringen, wie ich sie sehend und handelnd erlebt habe. Der Nachdruck wird dabei auf der Schilderung der Tatsachen liegen, vor allem auf der Darstellung derjenigen Vorgänge, an denen ich unmittelbar beteiligt war. Im Urteil, namentlich im Urteil über Personen, Parteien, Berufsstände und Volksschichten, werde ich mir nach Möglichkeit die Zurückhaltung auferlegen, die mir Pflicht eines mitbeteiligten Darstellers noch nicht abgeschlossener Vorgänge zu sein scheint.
Der aufrichtige Wille zur Wahrheit hat mir die Feder geführt. Deshalb wage ich zu hoffen, daß diese Blätter dazu beitragen werden, der viel mißhandelten und grausam entstellten Wahrheit wieder zu ihrem Rechte zu verhelfen und damit beizutragen zu einer Gesundung der Gemüter und Zustände in Deutschland wie zur Schaffung erträglicher Verhältnisse zwischen den Völkern.
Der vorliegende Band behandelt die Vorgeschichte des Weltkrieges. Die Darstellung der Vorgänge des Weltkrieges selbst ist in der Hauptsache bereits abgeschlossen und wird diesem ersten Bande in naher Zeit folgen können.

Berlin, Ende März 1919

Karl Helfferich“

Vorwort zu Band 2
„Das ungeheure Geschehen des Weltkrieges gliedert sich dem rückwärtsschauenden Blick deutlich in zwei große Abschnitte.
Der erste fand seinen Abschluß mit dem Verbluten der fast fünfmonatigen Offensive unserer Feinde auf den Schlachtfeldern der Somme, mit der Niederwerfung Rumäniens und mit dem Scheitern des Friedensvorschlages der Mittelmächte vom 12. Dezember 1916 wie des Friedensschrittes des Präsidenten Wilson vom 21. desselben Monats.
Die im Januar 1917 beschlossene Eröffnung des uneingeschränkten U-Bootkrieges leitete hinüber zu dem zweiten Hauptabschnitt, der durch den Eintritt der Vereinigten Staaten in die Reihe der Kriegführenden sein Gepräge erhielt.
Der Darstellung des ersten dieser beiden großen Abschnitte des Krieges gilt der vorliegende Band (Band II des Gesamtwerkes).
Der letzte Band, enthaltend die Darstellung des Krieges bis zum Ausbruch der Revolution und zum Abschluß des Waffenstillstandes befindet sich bereits im Druck und wird in Bälde ausgegeben werden.

Berlin, im Juni 1919

Karl Helfferich“

Vorwort zu Band 3
„Mit diesem Bande führe ich meine Darstellung des Weltkrieges zu Ende: bis zur Revolution und zum Abschluß des Waffenstillstandes.
In den Vorgängen, die das Buch schildert, liegt das Schicksal unseres deutschen Vaterlandes umschlossen.
Im Niederschreiben habe ich alles noch einmal durchlebt, was in den beiden letzten Kriegsjahren mein ganzes Sein ausgefüllt und mich in allem Denken und Fühlen tiefer ergriffen hat, als das schwerste persönliche Schicksal den Menschen ergreifen kann.
Es ist die größte Tragödie der Völkergeschichte. Sie hat unser Volk aus verzweifeltem Ringen zu aufatmendem Hoffen geführt, sie hat ihm das Wunder der Selbstbehauptung gegen die Übermacht einer ganzen Welt zum Greifen nahe gebracht, sie hat unser Volk schließlich aus der Gipfelnähe des Sieges in den tiefsten Abgrund von Not und Schmach gestürzt.
Ich habe diese Tragödie geschrieben, wie ich sie erlebt habe. Mein einziges Streben bei der Darstellung war, durch mein Zeugnis dem deutschen Volke zu helfen, Klarheit über das ungeheure Geschehen zu gewinnen, das wie ein furchtbares Naturereignis betäubend und sinnverwirrend über das lebende Geschlecht niedergegangen ist. Was ich in der Vorrede zum ersten Bande als meinen
Leitsatz aufgestellt habe, ist mein Leitsatz geblieben: der aufrichtige Wille zur Wahrlieit. Zwar bin ich mir darüber klar, daß der Einzelne, auch wenn er den Dingen noch so nahe gestanden hat, heute nur ein Teilbild der gewaltigen Vorgänge zu geben und nur eine subjektive Wahrheit zu erreichen vermag. Aber ich will zufrieden sein, wenn es mir gelingen sollte, in dieser Begrenzung die Erkenntnis der Ursachen und der inneren Zusammenhänge der großen Völkertragödie zu fördern und damit der Gesundung unseres armen deutschen Volkes zu dienen.
Der vorliegende Band war abgeschlossen und bereits gesetzt, als die in der Sitzung der Nationalversammlung vom 25. Juli 1919 vorgebrachten „Enthüllungen“ über das angebliche englische Friedensangebot vom Herbst 1917 den Anlaß zu einer eingehenden Erörterung der Vorgänge jener Zeit gaben. Es war nicht mehr möglich, meine sehr kurze Darstellung jener Vorgänge auf den Seiten 170 bis 172 so zu erweitern, wie es auf Grund der jetzt veröffentlichten Aktenstücke und stattgehabten
Diskussionen erwünscht gewesen wäre. Ich gebe deshalb eine ausführlichere Darstellung jener Episode in einem diesem Bande beigefügten Nachtrag.
Dagegen hat das von der Reichsregierung der Nationalversammlung am 31. Juli 1919 vorgelegte Weißbuch über die Vorgänge zwischen dem 14. August 191 8 und dem Abschluß des Waffenstillstandes meine Darstellung in allen wesentlichen Punkten bestätigt und mir keinen Anlaß zu nennenswerten Änderungen oder Ergänzungen gegeben.

Berlin, im August 1919

Karl Helfferich“

Archiv Erster Weltkrieg
ZUM ARCHIV ERSTER WELTKRIEG

Über den Kriegsschauplatz in Armenien und Irak (Download)

Juni 6, 2008 von stahlgewitter


Fritz Daniel Frech
Der Kriegsschauplatz in Armenien und Mesopotamien
(1916)
Download (7 MB, PDF, Deutsch)

Weitere Bücher über die Kriegsschauplätze in der Türkei und dem Nahen Osten

Nahkampfwaffen

Juni 5, 2008 von stahlgewitter

Amerikanische Grabendolche aus dem 1. Weltkrieg
Amerikanische Grabendolche der Modelle 1917 und 1918. Man beachte die integrierten Schlagringe.