Archive for the ‘Heimatfront’ Category

Über die Inhaftierung von Rosa Luxemburg

Juni 25, 2009

Eine Rede von Karl Liebknecht vor dem Preußischen Landtag
am 9. März 1915

„Meine Herren, vor wenigen Tagen haben Sie mir in Fortsetzung einer alten Gepflogenheit dieses Hauses, das sich also auch in dieser Beziehung treu geblieben ist, das Wort abgeschnitten; heute werden Sie es sich doch gefallen lassen müssen, daß ich Ihnen dasjenige sage, was ich für angemessen halte. Meine Parteifreundin Rosa Luxemburg ist, wie Ihnen bekannt, im vorigen Jahre wegen angeblicher an die Soldaten gerichteter Aufforderung zum Ungehorsam zu der ungeheuerlichen Strafe von 1 Jahr Gefängnis verurteilt worden (Abgeordneter Ströbel: Hört! hört!); das Urteil wurde vor einigen Monaten vom Reichsgericht bestätigt. Im Januar dieses Jahres erhielt sie wegen Krankheit einen Strafaufschub bis zum 31. März. Sie hatte mehrere Wochen im Schöneberger Krankenhaus zugebracht und war von dort ungeheilt mit der Aufgabe zur Innehaltung einer bestimmten Kur entlassen worden. Am 18. Februar wurde sie plötzlich in ihrer Südender Wohnung von zwei Berliner Kriminalbeamten festgenommen, im Automobil nach dem Berliner Polizeipräsidium gebracht, und zwar nach Abteilung 7, d. h. der politischen Polizei, nicht der Kriminalpolizei. Von dort wurde sie trotz Intervention ihres Anwalts im Grünen Wagen gemeinsam mit gemeinen Verbrechern nach dem Weibergefängnis in der Barnimstraße transportiert, und zwar zur Vollstreckung ihrer einjährigen Gefängnisstrafe.“ Weiter…

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Neue Text in der Chronik 1. Weltkrieg

Mai 20, 2008

England und der Fall „Baralong“
(5. Januar 1916)

Die englische Regierung veröffentlicht ein Weißbuch über die von Deutschland gestellte Forderung, die Besatzung des Hilfskreuzers „Baralong“, der an der irländischen Küste ein deutsches Unterseeboot versenkt hatte, in Anklagezustand zu versetzen. Sir Edward Grey erklärt, die gegen die Besatzung des „Baralong“ erhobenen Anschuldigungen seien nur geringfügig im Vergleich zu den von den deutschen Offizieren gegen Kombattanten und Nichtkombattanten zu Lande und zur See begangenen Verbrechen.   Mehr…

Kundgebung des Partei-Ausschusses der deutschen Sozialdemokratie
(9. Januar 1916)
Die Zustimmung der Fraktion zu den Kriegskrediten am 21. Dezember 1915 war wohlgründet. Sie ist die folgerichtige Fortführung der am 4. April 1914 eingeleiteten Politik, deren Voraussetzungen auch heute noch gegeben sind. Die Gegner zeigen noch keinerlei Geneigtheit zum Frieden, beharren vielmehr auf ihrer Absicht, Deutschland und seine Verbündeten wirtschaftlich und militärisch niederzuwerfen. Die Durchkreuzung der Politik unserer Fraktion durch das Vorgehen der 20 Fraktionsmitglieder, die entgegen dem Fraktionsbeschluß die Kredite ablehnten und eine besondere Erklärung abgaben, ist aufs schärfste zu verurteilen.   Mehr…

Weitere Texte:
König Peter von Serbien auf der Flucht (3. Januar 1916)
Graf Tisza und die mitteleuropäische Annäherung (3. Januar 1916)
Beschlagnahme von Textilstoffen in Deutschland (1. Februar 1916)
Einführung der „Sommer-Zeit“ in Deutschland (3. April 1916)
Die Sommerzeit in Österreich (8. April 1916)

Heimatfront 1917

April 17, 2008

Frauen in der deutschen Rüstungsindustrie bei der Herstellung von Gewehrmunition.

Heimatfront: Werbung für die Kriegsanleihen

März 29, 2008

Die folgenden Anzeigen stammen aus einer deutschen Zeitschrift der Jahre 1917 und 1918:

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„Wer Kriegsanleihe zeichnet, fördert den Frieden“

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„Wer keine Kriegsanleihe zeichnet, hilft unseren Feinden“

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„Hast Du, gerade Du, Kriegsanleihe gezeichnet?“

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„Die Kriegsanleihe ist die Waffe der in der Heimat gebliebenen; wer Kriegsanleihe zeichnet hilft dem Vaterlande“

Poster aus dem 1. Weltkrieg: Kriegsanleihen

März 20, 2008

 
Werbung für die 8. deutsche Kriegsanleihe (März 1918)
Deutsche Meldung über das Ergebnis der 8. Kriegsanleihe

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Werbung für die 9. deutsche Kriegsanleihe (September 1918)